Ganz einfach erklärt: Melania Trump

Die Melania ist dem Donald seine Ehefrau. Die Liebe ist so groß, dass sie nicht in eine Stadt passt, sondern zwei braucht. Deshalb wohnt die Melania in New York und der Donald in Washington.

Sehen sie sich trotzdem mal, ist die Liebe kaum auszuhalten. Da sprühen Funken schon beim Hände halten. Was bei großer Hitze zu Explosionen führen kann. Oder Gewitter. Und das ist schlecht für die Frisur. Die Melania weiß das.

Ganz einfach erklärt: James Comey

Der James sollte am 11. Mai 2017 vor einem Ausschuss aussagen. Thema: Der Donald und Verbindungen nach Russland beim Wahlkampf.

Vor dem Ausschuss tauchte der James nicht auf. Seit dem 9. Mai 2017 ist er nicht mehr Chef vom FBI, der Bundespolizei, und somit auch nicht mehr Chefermittler. Dafür hat der Donald gesorgt, der den James am 9. feuerte.

Seitdem tritt der Donald nach: Der James sei ein „Angeber“, ein „Blender“, unbeliebt bei seinen Mitarbeitern und sowieso unfähig. Und er droht ihm. Das klang vor ein paar Monaten noch ganz anders, nachdem der James quasi Steigbügelhalter vom Donald in den Präsidentensattel war. Mit Andeutungen zur E-Mail-Affäre der Donald-Konkurrentin Hillary sorgte der James wenige Tage vor der Wahl für einen Mediensturm. Dass der James wenige Stunden vor der Wahl zurückruderte, ging im Tosen des Wahltags unter.

Dass der James dann aber anfing mit Ermittlungen, die dem Donald Feuer unter dem Präsidentensessel machen könnten, ließ dem Donald das Toupet hochgehen. Stichwort: mögliche Manipulation der Präsidentenwahl durch dem Donald sein Herzensmensch Vladimir.

Gar nicht wahr, sagt der Donald, gefeuert wurde der James aus ganz anderem Grund: Weil er Fehler machte bei den Ermittlungen zur E-Mail-Affäre von der Hillary, als FBI-Chef eine Pfeife und sowieso unfähig sei.

Kaum zu glauben, sagt die vom Donald so genannte Lügenpresse, und fragt, wie es sein kann, dass der Präsident den Chefermittler ausgerechnet während Ermittlungen gegen den Präsidenten vor die Tür setzt.






Lieber Direktor Comey,
ich habe vom Generalbundesanwalt und seinem Stellvertreter die angehängten Briefe erhalten, die Ihre Entlassung als Direktor des Federal Bureau of Investigation empfehlen. Ich habe diese Empfehlung akzeptiert, Sie sind hiermit entlassen und werden mit sofortiger Wirkung aus dem Amt entfernt.
Ich weiß es zwar sehr zu schätzen, dass Sie mich in drei verschiedenen Situationen darüber informiert haben, dass nicht gegen mich ermittelt werde; dennoch stimme ich mit dem Justizministerium darin überein, dass Sie nicht in der Lage sind, das FBI effektiv zu führen.
Es ist essenziell, eine neue Führung für das FBI zu finden, die das Vertrauen der Öffentlichkeit und das Zutrauen in die Kernaufgaben seiner Aufgaben in der Strafverfolgung wieder herstellt.

Ich wünsche Ihnen für künftige Unternehmungen bestes Gelingen.
Donald J. Trump

Ganz einfach erklärt: Watergate

Der Richard war der 37. Präsident von Amerika. Als Präsident, meinte er, könne er sich alles erlauben. Beispielsweise Regierungsbehörden manipulieren, die Justiz behindern, illegale Parteispenden einstreichen, politische Gegner abhören, in Büros einbrechen oder Ermittler feuern, die sich das genauer anschauen wollen.

Der Donald ist der 45. Präsident von Amerika. Als Präsident, meint er, könne er sich alles erlauben. Was alles, ist ganz einfach erklärt. Außer: Gestern hat er den Chefermittler gefeuert, der sich genauer anschauen wollte, was der Donald im schmutzigsten Wahlkampf der Ami-Geschichte so mit den Russen am Hut hatte.

Gegen den Richard wurde ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Dem hochkantigen Rauswurf aus dem Weißen Haus – als erster Präsident von Amerika überhaupt -, kam der Richard zuvor, indem er zurücktrat. Dann wurde sein Vize, der Gerald, Präsident und begnadigte den Richard einfach mal so. Und der Richard lebte glücklich und zufrieden noch 20 Jahre, bis er am 22. April 1994 an den Folgen eines Schlaganfalls starb.

Ganz einfach erklärt: How It Is (Wap Bap) von Bibi von BibisBeautyPalace

Die Bibi ist blond, hat lange Haare und ist die große Schwester von Millionen Kindern und Teenies. Dank Youtube, wo die Bibi ständig Videos hochlädt, und zwar in BibisBeautyPalace.

Da zeigt die Bibi, was sie so den Tag über macht. Schminken, Freunde besuchen, mit ihrem Freund Dinge erklären und sonst so Zeugs, das Kinder und Teenies interessiert. Immerhin mehr als vier Millionen, die den Kanal von der Bibi abonniert haben.

Die Bibi ist der Hit. Gut möglich, dass sie sich deshalb dachte oder das gedacht bekam, so einen auch mal zu machen.


Und die Bibi machte wieder mal alles richtig. Viel Pink, romantische Lichter und ein Happyend für die Mädchen; ein Refrain, bei dem selbst Vorschulkinder nicht aus der Windel fliegen; plus Minirock und ein bisschen nackte Haut als Onanieransporn für die Jungs. Eins A: macht in nicht mal 100 Stunden mehr als 20 Millionen Klicks.

Plus 1,5 Millionen Dislikes: Web-Rekord in Deutschland, weltweit Platz acht. So geht Internet: Die Bibi hat es einfach drauf.

Ganz einfach erklärt: Daliah Lavi

Die Daliah konnte ganz schön viel: singen, tanzen, schauspielern und gut aussehen. Geboren wurde sie in Palästina, Erfolge feierte sie vor allem in Deutschland.

„Oh, wann kommst Du“ war der Daliah ihr größter Hit. Damals, 1970. Sie sang aber nicht nur Deutsch, sondern auch Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Hebräisch. Und das mit einer rauchigen Stimme, woran jeder, der die Daliah kannte, die Daliah sofort erkannte.


2009 ging sie auf Abschiedstournee. Danach zog sie sich zurück und lebte in Amerika mit ihrem Mann. Bis gestern.

Ganz einfach erklärt: Graf Yoster gibt sich die Ehre

„Wohin, Herr Graf?“, fragte der Johann, sein Diener. Nach soundso, antwortete Graf Yoster, stieg in den Rolls Royce und 25 Minuten später war der Fall gelöst.

Damals, als Fernsehen noch schwarzweiß war, ging das. Und zwar ohne Explosionen. Jetzt ist der Graf tot. Lukas hieß er, war nicht nur Graf, sondern Schauspieler am Theater und im Film von den Dreißigern bis 2015. Da war er 102. Und bis zum Schluss ein Gentleman.

Ganz einfach erklärt: Billy Kimmel

Der Billy wurde vor ein paar Tagen geboren. Er ist das Kind vom Jimmy und der Molly. Der Billy kam mit einem Herzfehler auf die Welt.

Wäre der Billy nicht sofort nach der Geburt operiert worden, hätte er wahrscheinlich nicht überlebt. Er überlebte, weil der Jimmy reich ist und alles bezahlen konnte. Das werden viele Eltern mit todkranken Kindern in Amerika nicht können, wenn der Donald die Krankenversicherung zu Klump haut.

Denn das hat er vor. Warum? Weil sie ein „Desaster“ sei. Warum sie ein Desaster sei, erklärt der Donald wie gewohnt nicht. Warum? Weil es den Donald nicht interessiert. Warum? Weil Krankenversicherung für die, die wenig oder nichts haben, den Staat Geld kostet. Und weil den Donald nur Gewinne interessieren. Menschen, auch ganz kleine: scheißegal.

Ganz einfach erklärt: Der Trump der Woche – 100 Tage im Amt (2017, KW 17)

Der Donald ist 100 Tage Präsident von Amerika. Es gibt niemand auf der Welt, der aus dem Stand alle Klopper aufzählen könnte, die er seit dem 20. Januar 2017 fabrizierte.

Mit der Lügenpresse hat der Donald kurz vor seinem kleinen Jubiläum gesprochen. Kurzfassung: fast alles great, Obama scheiße, Donald super. Und das hat der Donald auch gesagt: „Es ist eine große Verantwortung. Als wir zum Beispiel die 59 Raketen losschickten, die Tomahawks in Syrien, sagte ich zu mir: ‚Du weißt, das sind nicht nur 79 Raketen.“

Egal. Den Donald interessiert die 100-Tage-Marke eh nicht. Behauptet er. Und vergisst, dass der Donald exakt das Gegenteil erklärte.

Ganz einfach erklärt: Bernd Fritz

Der Bernd schrieb Fernsehgeschichte, ohne ein Wort zu schreiben. An Buntstiften lecken genügte: im ZDF bei „Wetten dass…?“

Da saß der Bernd als Hauptdarsteller der Buntstiftwette hinter einer verdunkelten Skibrille, schlabberte an Stiften und erkannte die Farben am Geschmack.

Das Saalpublikum tobte. Erst begeistert, dann empört. Weil der Bernd auf die Frage vom Moderator, wie er das geschafft habe, antwortete: „Ich kann’s nicht. Ganz einfach.“ Musste der Bernd ja auch nicht, weil er unter der Skibrille hindurch schaute und jede Farbe sah.

Das war 1988. 18 Jahre später versuchte das ZDF den Bernd auf Betrug zu verklagen. Das ging schief. Denn der Bernd war damals hauptberuflich nicht Buntstiftelecker, sondern Chefredakteur der Zeitschrift Titanic, die eher mit Satire zu tun hat.

Jetzt ist der Bernd tot. Aber die Buntstifte, die bleiben.

Ganz einfach erklärt: Nadja abd el Farrag

Die Nadja ist gelernte Apothekenhelferin, Sängerin, Moderatorin und Buchautorin. Mit dem Kurt hat sie eine Langspielplatte gemacht, die trotz aller künstlerischen Explosivität gern auch etwas kürzer hätte sein dürfen.

Was die Nadja über Musik weiß, weiß sie vom Dieter. Was genau, steht eventuell in dem Buch, das die Nadja schreibt oder schreiben will. Einen Titel hat sie schon: „Dieter, Liebe meines Lebens“. Bislang aber nur einen Satz: „Er war meine große Liebe – die einzige“. Vielleicht wird es auch nur ein Tweet.

Vor ein paar Jahren schrieb die Nadja schon mal ein Buch. Das schenkte sie dem Kaiser von Österreich. Ein epochales Ereignis.


Epochale Ereignisse gab es für die Nadja in den vergangenen Jahren viele. Bloß nicht die richtigen. Weshalb die Nadja schließlich Hartz IV beantragte.

Jetzt ist sie sehr krank. Die Nadja hat eine unheilbar geschädigte Leber. Vielleicht vom vielen Alkohol, den sie über viele Jahre in sich reinschüttete. Die Ärzte sagen, dass sie mit dem Alkohol aufhören muss, wenn sie leben will. Nur die Nadja weiss, ob sie das schafft.

Ganz einfach erklärt: Der Trump der Woche – Syrien, Hitler, was kommt jetzt? (2017, KW 15)

Der Donald hat 59 Raketen nach Syrien geschickt. Nicht als Geschenk, sondern explosiv. Das war seine Antwort auf den Giftgasangriff, der über 80 Menschenleben forderte und mutmaßlich vom syrischen Präsidenten gegen sein eigenes Volk befohlen wurde. Was Syrien abstreitet. Und Russland auch. Weil Russland und Syrien echte Freunde sind.

Für den Moment. Deshalb ist der Wladimir gereizt, weil der Donald seinem Kumpel, dem Baschar, Zeug kaputt bombte, Todesopfer inklusive. Wobei der Donald eben noch sagte, dass der Wladimir ein super Typ ist und er dem Baschar nicht an den Thronsaal will. Aber das war gestern. Und heute ist heute. Was morgen sein wird, weiss keiner.

Bis dahin darf mal wieder Amerikas ärmste Sau ran: der Sean, der Tag für Tag das Geschwurbel vom Chef schönschwätzen soll. Und dabei regelmäßig übers Ziel hinausschießt. Jetzt, indem er eine Lanze für den Adolf brach, der das doch ganz knorke gemacht habe, damals mit dem Gift.


Worauf der unlobotomierte Rest der Welt fassungslos war über so viel Blödheit. Weshalb der Sean es mit Zurückrudern versuchte. Das ging in die Hose. Wie üblich.


Was für das, was kommt, vor allem heißt: auf die Hoffnung hoffen, denn die stirbt bekanntlich zuletzt.

Ganz einfach erklärt: Fly the friendly Skies

Draufhauen ist das neue Freundlich. United Airlines, die sympathische Fluggesellschaft aus Amerika, zeigt, wie das geht.

Passagiere, die ein gültiges Ticket haben, werden höflich aber bestimmt aus dem Flugzeug entfernt, wenn es die Lage erfordert. Beispielsweise, wenn Fluglinien-Mitarbeiter Platz in einer überbuchten Maschine brauchen. Denn Mitarbeiter gehen immer vor. United Airlines first.

Klingt bekannt. Und ist tatsächlich von A bis Z vom Donald abgekupfert: Erst mal Draufhauen und dann irgendein Wischiwaschi hinterher schieben. Was der Oscar als Chef von United Airlines genauso tat. Mit durchschlagendem Erfolg: Tags drauf legte die Aktie von 70,88 auf rund 72 Dollar zu.

Ganz einfach erklärt: Don Rickles

Der Don hat sie alle beleidigt. Alle. Er konnte das wie kein Zweiter. Deshalb waren alle auch stolz, wenn der Don sie aufs Korn nahm.

Einen röstete er besonders gern: den Frank.


Und der mochte das. Wie alle. Weil der Don zwar auf die Sahne haute, dass es bis zur Decke spritzte, dabei aber immer freundlich und respektvoll blieb. Auf seine Art.

Der Don inspirierte viele und war vielen eine Ikone. Damals, als das Fernsehen noch schwarzweiß war, bis heute. Jetzt ist der Don tot. Und nicht nur der Jimmy ist traurig.