Ganz einfach erklärt: El Paso, Dayton und eine Runde Golf

Am Wochenende erschossen Amokläufer wieder Menschen in Amerika. In El Paso starben 20 Personen, als Patrick Crusius vor und in einem Supermarkt mit Kugeln aus einem Sturmgewehr tötete. In Dayton streckte Connor Betts neun Leute vor einem Nachtclub nieder. Eines der Opfer: seine Schwester.

Seit dem 1. Januar 2019 gab es in Amerika 251 Massaker mit 520 Toten. Ohne Bürgerkrieg, wie in Afrika oder Asien. Ohne Krieg wie in Syrien. Einfach so. Warum? Weil in Amerika jeder Depp Waffen kaufen kann. Was vor allem die landeseigene Waffennarren-Lobby begrüßt. Die heißt National Rifle Association, kurz NRA, und half dem momentanen Präsident von Amerika mit vielen Millionen US-Dollar ins Amt.

Der heißt Donald, zeigt sich dankbar und wehrt nach jedem Massaker Forderungen nach strikteren Waffengesetzen ab. Warum? Weil es ihm scheißegal ist, dass Menschen sterben. Denn der Donald interessiert sich nur für sich und dass die NRA ihn auch weiter mit Millionen unterstützt.

Weshalb der Donald, wie gehabt nach jedem neuen Massaker, die üblichen Prayer und Gedanken an die Opfer und Hinterbliebenen über Twitter verteilt und sich tatsächlich keinen Dreck schert um das Leid und das Elend, für das er letztlich verantwortlich ist. Und weil er sich nicht einmal um seine Verantwortung schert, verschickt er seinen erbärmlichen Beileidsscheiß vom Golf-Urlaub aus. Den er für gerade mal 29 Tote in El Paso und Dayton selbstverständlich nicht abbricht. Was sind die 29 schon gegen 18 Löcher?

Ein wirklicher Präsident hätte seinen Golf-Urlaub unterbrochen und den Trauernden vor Ort sein Mitgefühl ausgesprochen. Ein wirklicher Präsident hätte das Klima nicht aufgeheizt mit rassistischer und fremdenfeindlicher Hetze. Ein wirklicher Präsident hätte längst den Waffenirrsinn in Amerika in die Schranken gewiesen. Das ging schon mal: in den 90-er Jahren griff der Bill ein, worauf Massaker drastisch zurückgingen. Das machte der George W. 2004 rückgängig, worauf die Massaker wieder drastisch zunahmen. Was der Obama wieder rückgängig machen wollte, aber nicht konnte wegen fehlender Mehrheit. Die jetzt wiederum die Mehrheit ist, um dem Donald das durchgehen zu lassen. Ach ja: wenige Tage vor den Massakern in El Paso und Dayton tötete Santino William Legan drei Menschen auf einem Food-Festival im kalifornischen Gilroy, bevor er sich selbst hinrichtete.

Emma Gonzalez, Schülerin der Parkland-Highschool, nach dem Massaker 2018, wo der 19-jährige Nikolas Cruz 17 Menschen erschoss. Der Donald twitterte: Kein Schüler dürfe sich an einer Schule unsicher fühlen. Zeitgleich empfahl er die Bewaffnung von Lehrern.

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