Ganz einfach erklärt: Hauptmann Motorsäge

Der Jair ist der Donald von Brasilien. Wie der Donald, betreibt auch der Jair eine Politik der verbrannten Erde. In Brasilien verbrennt die Erde nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich. Der Regenwald steht in Flammen. Und dem Jair ist das recht.

Ist der Jair doof? Der Regenwald vom Amazonas ist doch die grüne Lunge der Erde. Wird die schwarz, wird die Luft auf dem ganzen Planeten schlechter. Das ist dem Jair scheißegal. Ihn interessiert nicht die Natur, sondern das, was man aus der Natur rausholen kann, um Geld zu kassieren. Er will ran an die Bodenschätze, die im und unter dem Regenwald liegen. Er will, dass Industrien dahin gehen. Er will Autobahnen quer durch den Amazonas bauen, damit Großbauern und Lebensmittelkonzerne immer weiter vordringen und brandschatzend Grün vernichten. So ein Baum und die Natur drum herum bringt ja schließlich keinen Cent. Ist der Baum verbrannt, kann da Weideland hin oder Ackerland mit Monokulturen von Soja, Mais, Baumwolle oder Reis. Das bringt Kohle.

Der Jair selbst nennt sich „Hauptmann Motorsäge“. Die kann er momentan im Schuppen lassen, weil andere für ihn die Arbeit machen. Mehr als 75.000 Brandherde zählt das brasilianische Weltrauminstitut INPE aktuell. Das heißt: 83 % mehr als im Vorjahr. Am 10. August feierten Agrarunternehmer im Bundesstaat Pará den „Tag des Feuers“ und legten Brände. Pro Minute verschwindet Regenwald, groß wie drei Fußballfelder. In São Paulo, rund 2.000 Kilometer von den Bränden entfernt, fällt Ruß getränkter, schwarzer Regen.

Was macht der Jair? Er behauptet, Klimaschützer hätten die Feuer gelegt. Beweise hat er nicht, sagt er, nur so „ein Gefühl“.

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