Ganz einfach erklärt: Welt im Wandel

Im Lauf der Menschheitsgeschichte hat sich die Welt ziemlich oft gewandelt. Mal ging es vorwärts, mal zurück. Weil der Mensch eben so ist, ein bisschen schlau und ziemlich doof.

Schlau ist er, wenn er über den nächsten Stuhlgang hinaus denkt. Das gelingt, die Menschheitsgeschichte spricht für sich, jedoch eher selten. Die Bilanz aus rund 40.000 Jahren fällt folgerichtig nicht mal mittel aus. Auf der Habenseite: das Rad, Medizin und (zumindest theoretisch) Respekt vor anderen. Im Soll: Absägen vom Ast, auf dem man sitzt, weil sich manche für besser halten als der Rest, aus Blödheit früher oder später aber genauso abstürzen.

Was denen, die sägen, gerade mal an der Haustür vorbeigeht. Weshalb die Welt zubetoniert, die Meere versifft, die Wälder abgeholzt und andere erschossen, zerhackt, erwürgt, gesprengt, vergiftet, verstümmelt, vergewaltigt und mundtot gemacht werden.

Trotz aller Mängel sah das nach der bislang letzten weltumspannenden Katastrophe für ein Dreivierteljahrhundert fast danach aus, als ob der Mensch endlich etwas umfangreicher über die eigene Notdurft hinaus zu denken beginnt. Und zu handeln. Schneckengleich, aber immerhin.

Mit allem, was ausgehandelt wurde, war kaum mehr als nichts gerettet. Doch alles über Null verlängerte das Ganze schon mal um ein paar Jahre. Das tröstete. Bis die Fassaden rund um den Globus rissen und ein sonnenbankgeschminkter Clown mit dem Verstand eines verzogenen Kleinkinds zum 45. Präsidenten von Amerika gewählt wurde.

Ein Krieg in Syrien, der nicht endet, solange die Rüstungsindustrie an ihm verdient; ein Europa, das die Waffen für diesen Krieg und viele andere Kriege liefert, und die Opfer dieser Kriege ächtet oder im Mittelmeer ertrinken lässt; ein Amerika, das wie von Sinnen alle Werte über Bord wirft, für das es einst stand; ein bizarr gekämmter Präsidentendarsteller, der via Twitter die Welt aus den Angeln hebt.

Handelskrieg durch Zoll und noch mehr Zoll, die Welt entzweit sich. Wie im Mittelalter. Jeder first. Und nebenbei fallen täglich mehrere Fußballfelder Urwald, bis es keinen Urwald mehr gibt. Naturschutzgebiete im Meer und auf dem Festland fallen, um an noch mehr Energie zu kommen. Im Mittelmeer sind von Januar bis Juni 2018 mehr als 1.400 Menschen ertrunken.

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