Ganz einfach erklärt: Donald Trump und James Comey

Der Donald und der James waren niemals Freunde. Und so wie es aussieht, werden sie das in diesem Leben schon gar nicht mehr. Weil der Donald den James gefeuert und der James wiederum ein Buch geschrieben hat, in dem der Donald nicht gut wegkommt.

Aber der Reihe nach: Bis Mai 2017 war der James ein ziemlich hohes Tier, und zwar Direktor vom FBI, der zentralen Sicherheitsbehörde der USA. Weil er aber über mögliche Wahlmanipulationen Russlands zugunsten vom Donald ermittelte, stellte der Donald dem James die Koffer vor die Tür. Er konnte das, denn er war mittlerweile Präsident von Amerika. Ob er wollte oder nicht.

Den Rauswurf begleitete der Donald nach Donald-Art im intellektuellen Souterrain. Mit Beschimpfungen, übler Nachrede, Diffamierungen. Der Donald eben. Seine Fans fanden das gut, der James sah es anders. Und veröffentlicht am 17. April 2018 sein Buch „A Higher Loyalty: Truth, Lies and Leadership“ („Größer als das Amt: Auf der Suche nach der Wahrheit – der Ex-FBI-Direktor klagt an“). Demnach ist der Donald unwürdig, Präsident von Amerika zu sein. Er sei ein Rüpel und Lügner mit Mafia-Manieren, der „die Organisation über die Moral und die Wahrheit stellt.“

Unverzüglich schoss der Donald per Twitter zurück: der James – ein „Drecksack“, ein „Schleimbolzen“, selbst ein Lügner und sowieso der schlechteste FBI-Direktor aller Zeiten. Zwischen den Tweets ließ der Donald 70 Raketen auf Syrien feuern. Ein paar Tage zuvor hatte er noch erklärt, dass Amerika sich aus dem Syrien-Krieg zurückziehen werde. Aber da wusste der Donald auch noch nichts von dem Buch und von dem Wirbel und dass er noch mehr Wirbel machen muss, um gegen den Wirbel vom James zu wirbeln.

Und das ist nur ein Teil des Wirbels, den der Donald veranstalten muss. Bleiben noch die Erotiksternchen Stormy und Katie und geprellte Melania, „Feuer und Zorn“, das Enthüllungsbuch vom Michael über den Wahnsinn im Weißen Haus, und die Ermittlungen vom Robert, dem James sein Nachfolger, wegen möglicher russischer Einmischungen in den US-Wahlkampf.

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