Der Jo war der beste Handballer der Welt. Am Ball konnte er alles und wurde Meister und Vereinseuropameister und mit der Nationalmannschaft Weltmeister. Dann kam der 30. März 1979, als der Jo mit seinem Verein, dem VfL Gummersbach, in Ungarn gegen Bányász Tatabánya spielte.

Das Spiel lief gut für den VfL, aber nicht für den Jo. Schon in der 6. Minute musste er nach einen Zusammenstoß vom Feld getragen werden. Es ging ihm nicht gut, doch nach zehn Minuten kehrte er zurück auf den Platz. In der 23. Minute nahm der Jo bei einem Tempogegenstoß in vollem Lauf den Ball an und prallte mit dem Lajos zusammen. Der Jo traf mit seiner linken Stirn das Gesicht vom Lajos, wurde bewusstlos und stürzte mit dem Kopf auf das dünne PVC über einem Betonboden.

Der Jo erlitt einen doppelten Schädelbruch und Hirnquetschungen und lag anschließend 131 Tage im Koma. Danach war nichts mehr, wie es vorher war. Der Jo musste alles neu lernen. Dabei war er schon 25 und studierte Mathematik. Aber das war plötzlich egal. Die Rückkehr war sehr mühsam für den Jo, doch viele Freunde, wie der Heiner aus der Weltmeister-Mannschaft, halfen ihm. So richtig gesund wurde der Jo bis heute trotzdem nicht. Obwohl er unter unglaublichen Mühen vieles wieder lernte, blieb er ein Pflegefall.

Und er kann wieder lachen. Und schon lange dem Lajos nicht böse sein für das, was damals unabsichtlich geschah. Seit vielen Jahren schon sind die beiden Freunde. Das tut nicht nur dem Jo, sondern auch dem Lajos gut.

Heute, am 19. Januar 2019, wird der Jo 65.

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