Ganz einfach erklärt: Gottesdienst mit Sturmgewehr AR-15

In keinem Land der Welt sterben so viele Menschen durch Schusswaffen wie in den USA. Im Jahr 2014 verließen 12.556 Menschen in Amerika den Planeten durch tödliche Kugeln. Und Jahr für Jahr werden es mehr.

2017 wurden in den USA 15.590 erschossen, 3.966 davon Kinder und Jugendliche. Allein im Januar und Februar des Jahres 2018 1.857 Todesfälle durch Schusswaffen. Erschossen wird ständig und überall. Alltag. Massaker, bei denen gleich mehrere Menschen getötet werden, gab es in den USA 345 im Jahr 2017. Am 1. Oktober erschoss einer 59 Konzertbesucher in Las Vegas, am 5. November in Texas metzelte ein anderer 27 Kirchgänger. Und beim Amoklauf eines 17-jährigen in einer Schule in Parkland im Februar 2018 starben 14 Schüler und drei Lehrer.

Todbringendste Waffe: das Sturmgewehr AR-15. Das gilt der „World Peace and Unification Sanctuary“-Kirche als auserwähltes Mordinstrument gemäß der biblischen „Offenbarung des Johannes“: „Und wer überwindet und meine Werke bewahrt bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Völker, und er soll sie weiden mit eisernem Stabe – wie die tönernen Gefäße werden sie zerschmissen.“

Klingt hochgradig besorgniserregend, ist, knapp zwei Wochen nach dem Parkland-Massaker, in den USA aber Anlass für einen Gottesdienst mit Sturmgewehr und Kronen aus Patronen.

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